Egészségére

Der Burgpalast

Ein neuer Dreh, ein neues Land. Diesmal in der Metropole Budapest, der Hauptstadt Ungarns. Wie so oft, wenn ich ein neues Land besuche, manchmal auch eine neue Gegend, studiere ich zunächst die entsprechenden Wikipedia-Artikel. Außerdem lerne ich noch schnell ein paar wichtige Worte: Ja, nein, Guten Tag, Danke. Im Dienste von av22 fliege ich mit den bezaubernden Kollegen Julia und Tony in die neuntgrößte Stadt der EU. Gespannt steigen wir in den Flieger ein, der uns von Köln/Bonn nach Berlin Tegel bringt. In Tegel steigen wir um – und wie uns dann auffällt, zurück in denselben Flieger mit derselben Crew wie schon beim Flug zuvor. Das bestätigt mir die nette Flugbegleiterin, die mir dann auch erzählt, dass sie noch an diesem Tag dieselben Strecken zurückfliegen werden.

Das Parlamentsgebäude

Keiner von uns war jemals in Budapest, aber bereits bei der Taxifahrt vom Flughafen ins Hotel eröffnet sich uns ein tolles Bild dieser altehrwürdigen Stadt. Wir passieren schöne Gebäude und imposante Brücken, bis wir schließlich selber über die Kettenbrücke von Pest rüber nach Buda fahren, wo unser Hotel steht, nur eine Straße von der Donau entfernt. Kurz nach der Ankunft gehen wir in das Restaurant nebenan, wo wir das wohl prägenste Wort unserer Reise lernen: Egészségére (gesprochen: “Agesch Schegera”, mit gerolltem “r”), was einfach nur “Prost” bedeutet, und sich als Wort total toll anhört. Auch wenn es ein belgisches Restaurant ist, bestelle ich ungarisches Essen (schließlich bin ich ja gerade in Ungarn), und ich muss sagen: es schmeckt verdammt gut!

Freiheitsbrücke und Corvinus Universität

Der Dreh am nächsten Tag verläuft problemlos. Beim Catering gibt es original ungarischen Gulasch, an dem ich mich bediene, und dieser schmeckt wirklich fantastisch. Schön würzig, tolles Fleisch, in dieser Form habe ich das in Deutschland noch nicht gegessen. Am Abend ist eine Schiffsfahrt durch die Stadt geplant. Eine Seefahrt die ist lustig, und diese ist besonders schön. Zu später Stunde reißt der Himmel auf, die Wolken verschwinden und lassen die Uferpromenade Budapests in strahlender Abendröte erscheinen, gefolgt von der berüchtigten blauen Stunde. Natürlich halten wir unsere Kameras drauf und genießen hin- und wieder auch einfach nur die Aussicht. Es ist der perfekte Zeitpunkt, um diese Strecke zu fahren und das wird uns auch noch lange in Erinnerung bleiben.

Blick auf die Freiheitsbrücke Richtung Altstadt

Tag drei in Budapest und Tag zwei des Drehs. Dieser ist für uns am Abend zu Ende. Wir beschließen noch in die Altstadt zu gehen und dort ein Restaurant aufzusuchen. Wir laufen rüber nach Pest, durch ein paar alte Gassen. Was uns immer wieder auffällt sind die wahnsinnig hohen Türen. Fast alle Altbauten haben Türen so hoch, dass man meinen könnte, dass hier nur Riesen wohnen würden. Ein Restaurant zu finden ist nicht so schwer, ein gutes und nicht überteuertes dagegen umso mehr. Irgendwann entscheiden wir uns für eines, welches leider nicht so der Kracher ist. Später gehen wir dafür noch in ein zweites Restaurant, welches sehr leckere Desserts im Angebot hat. Durch das nächtliche Budapest laufen wir langsam zurück und saugen noch etwas vom Flair der Stadt auf.

Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität

Am Tag des Abflugs geht es wieder über Tegel nach Köln/Bonn. Beim Besteigen des Flugzeuges beäugen die Flugbegleiterin und ich uns kurz, bis sie dann sagt: “Montag?”, woraufhin ich antworte: “Montag!”. Was ein Zufall. Der Flug ist angenehm, das Umsteigen in Tegel eher nicht, und wahrscheinlich der Grund, weswegen BER gebaut wird. Es wäre ja so einfach, die Passagiere mit Anschlussflügen in den direkt neben dem Ausgang vom Flieger liegenden Transitbereich zu schleusen. Spart Zeit und Personal. Stattdessen müssen alle Passagiere raus aus dem Sicherheitsbereich, nur um sich dann neu durchleuchten zu lassen. Dies führt dazu, dass nahezu pausenlos Passagiere aufgerufen werden, die weiter Richtung München fliegen wollen, aber erst in der ewig langen Schlange am Sicherheitscheck anstehen. Wir anderen lassen diese ca. 20 Personen vor, da wir etwas mehr Zeit haben. Und erwartungsgemäß muss ich, mal wieder, meinen Rucksack mit dem Equipment fast komplett auspacken und zeigen was drin ist. Dann das nächste Highlight. Hoffentlich plant das Genie, dass dafür verantwortlich ist, nicht an BER mit. Nachdem ich komplett durchgescannt wurde, muss ich mit meinem Rucksack in Begleitung von einer Sicherheitskraft raus aus dem Sicherheitsbereich und 10 Meter um die Ecke wo das Drogenaufspürgerät steht, nur damit ich mich danach wieder komplett checken lassen muss, weil ich ja außerhalb des Sicherheitsbereiches war. Die letzte Etappe geht schließlich wie im Flug vorbei und wir kommen gut in Köln/Bonn an.

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